Hauptpreis für Grundkurs Französisch bei deutsch-französischem Wettbewerb - Humboldt-Gymnasium Berlin-Tegel
a a a

Der Grundkurs Französisch (Frau Götz) hat an einem deutsch-französischen Wettberwerb teilgenommen ("Französische Spuren vor der Haustür") und in der Kategorie "Film" den Hauptpreis erhalten.

„Was finde ich vor meiner Haustür, das ein bisschen Frankreich / Deutschland repräsentiert?“

So lautete das Thema zu dem Projekt des deutsch-französischen Vereins „Grand méchant loup/ Großer böser Wolf“. Klar, dass wir als Reinickendorfer Schule, die ja bekanntlich mitten in der französischen Besatzungszone lag, mitmachen mussten. So beschloss der Französisch-Grundkurs aus dem 12. Jahrgang, unter Leitung von Frau Götz, einen Kurzfilm zu drehen. Unsere Wahl fiel auf die zwei Siedlungen Cité Foch und Cité Guynemer, denn die ehemaligen Unterkünfte der französischen Besatzungsarmee prägen auch heute noch das Stadtbild.

Die Cité Guynemer liegt neben dem Flughafen und die dort angesiedelte Luftwaffe regelte den Flugverkehr von Tegel.

Die in der Cité Foch untergebrachten Truppen änderten sich oft, doch hauptsächlich, war dort die Gendarmerie mit ihren Angehörigen untergebracht.

Während unserer Recherchen wurde uns deutlich, dass ihre Niederlassungen wahre Inseln der französischen Kultur waren, völlig isoliert von der deutschen Bevölkerung. Sie besaßen eigene Schulen, Einkaufszentren und Freizeitangebote, wie Kino, Theater, Klubs, Restaurants und Hotels, sozusagen eine Stadt in der Stadt.

Nach dem Abzug der Truppen schlossen die meisten Geschäfte, da sie unrentabel waren. Die Wohnungen wurden an die deutsche Bevölkerung vermietet, vorzugsweise an umgesiedelte Bonner. Die Schulen werden weiterhin als solche genutzt. Das Collège Voltaire in der Cité Foch ist weiterhin eine französische Mittelschule.

Wir teilten wir uns zum Film drehen in Gruppen auf. Betrachtet haben wir vor allem die Wohnhäuser (von außen), die ehemaligen Schulen und das Collège Voltaire. Fasziniert hat uns, dass die Straßen immer noch nach französischen Berühmtheiten benannt sind, obwohl diese für Deutsche nur schwer aussprechbar sind. An den Häusern fanden wir zum Teil auch noch die ehemalige französische Nummerierung, die typischer Weise blau ist.

Insgesamt fanden wir das Projekt sehr interessant und hatten viel Spaß. Und nun wünschen wir ihnen einen guten Flug in die Welt der französischen Siedlungen in Berlin.

Ana Christina Henckel