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Bericht über die Exkursion zum Amtsgericht Tiergarten am 14.05.2024

Am 14. Mai 2024 haben die beiden Wirtschaftskurse von Herrn Theiler (ZWL1) und Herrn Attac (ZWL2), mit Unterstützung von Herrn Akbal, eine Exkursion zum Amtsgericht Tiergarten unternommen. Diese Exkursion bot uns die Gelegenheit, das juristische System aus nächster Nähe zu erleben und an realen Gerichtsverfahren teilzunehmen.

Ankunft und Einlass
Wir trafen uns um 8:00 Uhr morgens vor dem Amtsgericht. Für den Einlass war es notwendig, einen Personalausweis vorzuzeigen. Einige Mitschüler hatten ihren Personalausweis vergessen und mussten ihn erst von zuhause holen, wodurch sie etwas verspätet zur Gruppe stießen. Nach der Ausweiskontrolle wurden wir, ähnlich wie am Flughafen, gründlich durchsucht.

Gruppeneinteilung und Ablauf
Die Wirtschaftskurse wurden in drei Gruppen aufgeteilt, jeweils begleitet von einem der Lehrer. Jede Gruppe begab sich zu verschiedenen Gerichtssälen, um unterschiedliche Verfahren zu beobachten. Das erste Verfahren, das wir besuchen wollten, blieb uns jedoch verschlossen, da der Angeklagte keine Zuschauer wünschte.

Beobachteter Fall: Körperverletzung im REWE-Markt
Um 9:45 Uhr durften wir schließlich in einen Gerichtssaal eintreten und einem Verfahren beiwohnen. In diesem Fall ging es um Herrn W., den Filialleiter eines REWE-Marktes. Herr W. hatte beobachtet, wie ein scheinbar obdachloser Kunde, der später als Dieb identifiziert wurde, Waren entwendete. Herr W. nahm den Dieb mit ins Lager, wo es zu einer Auseinandersetzung kam. Der Obdachlose griff Herrn W. körperlich an und kippte eine Energydose über dessen Kopf. Herr W. reagierte daraufhin und schlug mehrmals mit einer Eierlikörflasche auf den Kopf des Obdachlosen ein.

Urteil und Konsequenzen
Das Gericht entschied, dass Herr Wolf eine Geldstrafe von 1500 Euro an die Berliner Tafel spenden müsse. Dieses Urteil sollte einerseits die Tat sühnen und andererseits eine wohltätige Organisation unterstützen.

Beobachtungen und Fazit

Während der Verhandlungen mussten wir gelegentlich den Saal verlassen, da der Richter sich beraten musste. Die Dauer der Verfahren variierte, jedes dauerte jedoch ungefähr 30 bis 45 Minuten. Um etwa 13:30 Uhr war unsere Gruppe mit allen Beobachtungen fertig.

Diese Exkursion war sehr lehrreich und gab uns einen tiefen Einblick in die Arbeit der Justiz. Besonders beeindruckend war, die unterschiedlichen Rollen im Gerichtssaal und die Komplexität der juristischen Entscheidungsprozesse live zu erleben. Die Beobachtung eines echten Falls machte uns die Konsequenzen von Handlungen und die Bedeutung eines funktionierenden Rechtssystems deutlich.

Verfasst von Hayal und Sebastian

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