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Das Theaterangebot am Humboldt-Gymnasium

„Endstation Sehnsucht“ … ODER Darstellendes Spiel ab dem Schuljahr 2018/ 19 als Abiturfach!

Unsere Schule zeichnet sich durch ein vielseitiges Unterrichtsangebot aus und strebt hierdurch an, dem komplexen Bildungskonzept der Gebrüder Humboldt gerecht zu werden. Als wachsende Säule im künstlerischen Bereich hat sich neben Musik und Kunst das Fach Theater/ Darstellendes Spiel etabliert.

In den letzten Jahren wurde das Unterrichts- und AG-Angebot sukzessive erweitert und erfreut sich unter den Schüler*innen großer Beliebtheit. So gibt es im Rahmen der Humboldtkurse im Schuljahr 2018/19 erstmalig drei Angebote:

  • „Chaos im Märchenwald (Märchentheater)“ für Klasse 6/7
  • „Die Welt des Theaters“ für Klasse 8
  • „Auf die Bühne“ für Klasse 9.

Darüber hinaus können in der jahrgangsübergreifenden Theater-AG von Klasse 7 bis 9 erste Schauspielerfahrungen gesammelt werden. In der 10. Klasse besteht die Möglichkeit, Theater/ Darstellendes Spiel als Profilierungskurs zu wählen und seit dem Schuljahr 2014/15 bieten wir – als Alternative zum regulären Profilierungskurs – die Profilierungs-AG in Klasse 10 an. Beide Optionen legen die theaterästhetischen Grundlagen, welche für die Wahl des Grundkurses in der Oberstufe essentiell sind.

In der Oberstufe liegt der Fokus auf der Erarbeitung einer großen Aufführung, die im zweiten Semester auf die Bühne gebracht wird! Dabei werden wir immer tatkräftig von unserer Licht- und Ton-AG unterstützt. Bisher war nach dem zweiten Semester mit der krönenden Abschlussaufführung der Unterricht beendet. Seit diesem Schuljahr können wir endlich den Wunsch der Schüler*innen nach einer Verlängerung erfüllen, sodass sie auch im dritten und vierten Semester den Grundkurs Darstellendes Spiel belegen können. Dadurch haben sie die Möglichkeit, Theater/ Darstellendes Spiel als Präsentationsprüfung oder mündliche Abiturprüfung ins Abitur einzubringen.

Naturgemäß steht der spielpraktische Aspekt und somit die Erweiterung der theaterästhetischen Handlungskompetenz im Fokus des Unterrichts. Dadurch setzt unser Fach einen klaren Kontrapunkt zu vielen anderen Fächern. Unser primäres Gestaltungsmittel ist unser Körper und wir experimentieren mit seinen Ausdrucksmitteln (wie Position, Bewegung, Mimik, Gestik, Sprache etc.), prüfen diese auf ihre Funktionalität und reflektieren ihre Wirkungsweisen.

Also ja: Wir laufen als verrückte Typen durch den Raum, reden in Nonsense-Sprache, stoßen komische Laute aus, lassen uns fallen und werden aufgefangen, reden durcheinander und hören uns konzentriert zu, lachen und weinen, schreien und flüstern … kurz: Wir probieren uns aus – mit dem Ziel, mit Hilfe von Reflexion unseren Körper wirkungsbewusst zur Darstellung einer bestimmten Rolle einzusetzen und mittels Interaktion ein stringentes Figurenensemble zu gestalten. Das zentrale Themenfeld Figurengestaltung (basierend auf den Modulen Körper und Bewegung sowie Sprechen) wird in der Unterrichtsarbeit beispielsweise ergänzt durch Themen wie Raum-/ Bühnendarstellung, Arbeit mit Requisiten, Dramaturgie- und Inszenierungstechniken, Einsatz sekundärer Gestaltungsmittel (wie Bühnenbild). Darüber hinaus werden Themen behandelt, die für das jeweilige Projekt relevant sind.  

Im Namen des Fachbereichs Theater/ Darstellendes Spiel

Juliane Lobischer

Theateraufführung Hanna im Glück am 4.+5. Juni 2018

Am 4. Juni war es endlich soweit: Der Grundkurs Darstellendes Spiel, unter der Leitung von Frau Lobischer, führte das Theaterstück Hanna im Glück auf. Darin ging es um Hanna (gespielt von Cosima Stokar von Neuforn), eine Weltenbummlerin, die keine Ahnung davon hat, was sie vom Leben will, und was sie glücklich macht.
Durch eine Wette kommt sie ins Visier des personifizierten Zufalls, gespielt von Ronja Hauschke, die ihren Mitbewohnern Glück (Aglaia Forchert) und der Göttin des Schicksals, genannt Fortuna (Flora Mühlmeyer), beweisen will, dass Zufall den größten Einfluss auf die Menschheit hat. Sie will es schaffen, Hanna mit ihren Tricks zum Glück zu verhelfen.
Als Zufall beginnt, sie glücklich machen zu wollen, beginnt für Hanna eine verrückte Reise: Sie gewinnt 10.000 Euro in einem Vergnügungspark, wird umgestylt, stolpert in den Kongress von Glückshändlern und trifft viele weitere Personen, die ihr ihren jeweiligen Lebensweg als den Weg zum Glück verkaufen wollen…Am Ende sind es jedoch Hannas Scherben, die sie seit Jahren sammelt, die ihr zum Glück verhelfen und sie auf den richtigen Weg bringen.
Als der Abend der Premiere dann endlich kam, war jeder von uns wahnsinnig aufgeregt; aber auch so glücklich, endlich zeigen zu können, woran wir seit einem halben Jahr gearbeitet haben. Es wurde ein voller Erfolg und zwei Aufführungen waren uns gar nicht genug!
Obwohl es nur vier Hauptrollen gab, so hatte jede Rolle mit der/ dem dazugehörenden SchauspielerIn große Freude am gemeinsamen Proben. Es entstanden während der Zeit, das Stück auf die Bühne zu bringen, tolle Freundschaften. Außerdem wurden versteckte Talente entdeckt und wir wurden ein eingespieltes Ensemble, dessen gemeinsame Zeit leider viel zu schnell vorbeiging.

Cosima Stokar von Neuforn (Q3)